Anreise: Rund ums Fliegen

Flüge nach Neuseeland buchen – alles, was ihr wissen müsst

Im (deutschen) Frühling beginnt die Zeit der Flugbuchungen für die nächste Neuseeland-Saison – ach was, sie ist in vollem Gange! Also eine kleine Erinnerung an alle, die im Winter nach Godzone fliegen wollen: JETZT buchen. Computer ausmachen, Schuhe anziehen und ab ins Reisebüro. Die Ticketpreise werden nicht mehr sinken!

Weltwunderer Flug Neuseeland

Flüge nach Neuseeland: das ist zu beachten

Grundsätzlich hat man zwei Optionen: links oder rechts herum, denn Neuseeland liegt von Deutschland aus eben genau auf der anderen Seite des Globus. Die meisten Deutschen scheinen über Asien zu fliegen, wo die beliebtesten Zwischenstopps Dubai (Shopping!), Singapur (Shopping!) und Hongkong (Shopping!) sind. Weniger üblich, aber genauso möglich sind Seoul oder Tokyo.

Häufig wird in Australien dann noch einmal die Maschine gewechselt. Der erste wichtige Tipp für Eltern mit kleinen Kindern und viel Handgepäck: Versucht, wenn möglich, diesen zweiten Flugzeugwechsel zu vermeiden!

Stopover-Aufenthalte, also Unterbrechungen des Fluges für eine oder mehrere Übernachtungen, sind bei einer Flugzeit von netto 24 Stunden (und das nur für eine Strecke!) gerade mit Kindern ein attraktiver Gedanke. Bei einigen Airlines findet ihr spezielle Stopover-Programme, über die dann Hotel, Frühstück, Flughafentransfer etc. günstiger sind. Schaut mal bei stopover-info.de vorbei, dort gibt es dazu eine Fülle an Informationen und Tests.

 

Wo buchen und für wie viel?

Günstige Flüge nach Neuseeland werden immer wieder gesucht und angepriesen, aber eigentlich gibt es sie nicht. Mehr zum Preis lest ihr in unserem Beitrag zum Flug-Budget, die besten (und günstigsten) Airlines auf dieser Strecke stellen wir in dieser Übersicht vor.

Am stärksten hängen die Ticketpreise von der Jahreszeit ab: Wollt ihr in der Hauptsaison, zwischen Anfang Dezember und Ende Januar fliegen, dann erwartet Höchstpreise und freut euch, wenn ihr ein Ticket unter 1.200 Euro bekommt. Vergleichsweise sehr günstig sind dagegen Flüge in der Nebensaison, vor allem zwischen März und September. Im neuseeländischen Winter könnt ihr mit viel Glück schon für unter 700 Euro nach „godzone“ fliegen.

Billigflug-Suchmaschinen und Schnäppchenseiten könnt ihr für Neuseelandflüge getrost beiseite lassen, ihr werdet keine anderen Preise finden. Die Flugsuchmaschine unseres Vertrauens ist der ganz klassische Skyscanner: Hier könnt ihr gezielt und mit vielen flexiblen Optionen nach passenden Flügen suchen (auch per App), einen Preisalarm per E-Mail einrichten und die Entwicklung der Flugpreise beobachten. Buchen müsst ihr allerdings woanders, und mitunter passiert es, dass die angezeigten Flugpreise dann gar nicht mehr verfügbar sind.

Unser Tipp daher: Schaut im Internet nach Herzenslust nach den günstigsten Verbindungen, aber wenn ihr einen generellen Eindruck bekommen habt, dann geht in ein Reisebüro. Hier kann man nach möglichen Gabelflügen und Stopover-Angeboten schauen, was über die Suchmaschinen sehr aufwendig ist. Wir haben auf diese Weise zum Beispiel überhaupt erst erfahren, dass Lufthansa und Air New Zealand auch über Japan nach Neuseeland fliegen – und einen wunderschönen Stopover dort gemacht.

 

Weltwunderer Flug Neuseeland

Die richtigen Sitzplätze auswählen

Schon bei der Flugbuchung könnt und solltet ihr eure Sitzplätze im Flugzeug auswählen (oder wenigstens in Erfahrung bringen, wo ihr sitzen werdet). Habt ihr die Wahl, dann nutzt sie! Bei www.seatguru.com könnt ihr unter Angabe von Airline und Flugnummer die genaue Verteilung der Plätze im Flugzeug ansehen, bekommt Informationen über „gute“ und „schlechte“ Plätze, den Sitzabstand, die Ausstattung etc.

Familien werden in aller Regel zusammen platziert, im Notfall kann man noch in der Kabine die Passagiere um Platztausch bitten. In großen Flugzeugen gibt es richtige Kinderzonen, das sind jeweils die ersten Reihen hinter den Toiletten und Küchen. Dort ist Platz für die „Baby-Cots“ vorgesehen, in denen Säuglinge während des Fluges liegen können. Aber Achtung: Diese Plätze sind für Familien vorgesehen, die für ihre Babys und Kinder unter zwei Jahren keine Sitzplätze buchen – was wir aus mehreren Gründen überhaupt nicht empfehlen! Nur wenn von diesen keine an Bord sind, bekommt ihr hier einen Platz.

Tabu für Eltern mit Kindern sind die Plätze an den Notausgängen, wo ebenfalls viel Beinfreiheit herrscht; die dort Sitzenden haben im E-Fall die Verantwortung für den Notausgang, was man Eltern nicht zumuten will (oder kann).

Kommt die Eltern-Kind-Reihe nicht in Frage, platziert ihr euch am besten in der Nähe der Toiletten (aber nicht direkt davor, dort ist es nämlich sehr unruhig und ihr kommt kaum zum Schlafen). Am Fenster haben Kinder mehr zu sehen, die Gefahr des unbeaufsichtigten Wegspazierens oder der Behinderung vorbeilaufender Stewardessen ist geringer und ihr dürft euren Autokindersitz dort installieren.

Da die Sitze in den großen Maschinen meist in Dreierreihen (plus eine Viererreihe in der Mitte) angeordnet sind, verteilen sich vierköpfige Familien entweder alle nebeneinander vom Fenster über einen der Gänge hinweg (dann kann zum Beispiel immer abwechselnd das Elternteil, das „allein“ sitzt, ein wenig Ruhe genießen) oder ihr besetzt ein „Platzviereck“. Dann habt ihr zwei spannende Fensterplätze und die Kinder können auf der vorderen Reihe ein wenig herumturnen, ohne dass es den dahinter Sitzenden stört. Streitende Kinder oder solche mit verschiedenen Bedürfnissen (eins will fernsehen, eins will schlafen – oder auch: beide wollen das, was das andere hat) können so auch besser getrennt werden.

 

Flug-Vorbereitung: „mental coaching“

Gute Reiseplanung beginnt schon lange vor dem Abflug. Vor dem ersten Flug sollten sich eure Kinder mit diesem Thema unbedingt beschäftigen – auf altersangemessene Art natürlich, um Ängsten und Missverständnissen vorzubeugen.

Ideal ist es, wenn eure Kinder schon vor dem Abflug einmal auf einem Flughafen waren, die fremdartige Atmosphäre spüren konnten, ein Flugzeug „in echt“ (eventuell starten und landen) sehen konnten. Es gibt auch viele gute Bilderbücher, in denen Eltern anschaulich zeigen und erklären können, wie so ein Flug abläuft, was es zu essen gibt und vor allem: welche Regeln gelten, über die nicht diskutiert werden kann. Es ist zum Beispiel ungemein nützlich, wenn Kinder schon vor dem Flug wissen, warum sie beim Check-in allein durch ein großes Tor gehen müssen, dass sie ihren Teddy dann loslassen und in einen dunklen Tunnel verschwinden lassen müssen und dass sie im Flugzeug angeschnallt eine ganze Weile stillsitzen müssen – und es hilft, wenn sie wissen, warum das wichtig ist.

Wenn ihr selbst noch nie geflogen seid oder gar unter Flugangst leidet, ist dieser Punkt besonders wichtig – nichts ist schlimmer als ängstliche und überdrehte Kinder, die ihre nervösen Eltern „spiegeln“!

Weltwunderer Flug Neuseeland

10 Kommentare

  • Danke für die guten Infos und Tipps. Ich benutze auch die App “Billige Flüge iRocks”, um günstige Flüge zu finden.

    Da ich sehr gerne und viel reise, ist die Flugsuche immer ein Faktor, der den größten Anteil meines Budgets bestimmt. Deshalb ist es für mich extrem wichtig günstige Flugtickets zu kaufen.

    Ciao
    Enrique

  • […] es in unserer kleinen, aber informativen Wir-fliegen-nach-Neuseeland-Serie. Nach der grundlegenden Buchung und dem ganz besonderen Tipp fahren wir heute fort mit einem weiteren Essential für reisende […]

  • Zur Reiseroute kann ich Folgendes sagen. Wir sind einmal ohne Kind über L.A. geflogen und einmal mit Kind über Dubai. Das erste Mal ohne Stopover, das zweite Mal mit einem auf der Rückreise in Dubai. Beides würde ich nie wieder machen! Sollten wir tatsächlich noch einmal nach Neuseeland fliegen, dann nur über Singapore, ob mit oder ohne Kind ist irrelevant. Gegen die USA spricht, die massiven Sicherheitsvorkehrungen beim Zwischenstop und ich denke bei den Stopover in den USA sieht es noch schlimmer aus. Ich fand es schon vor dem 11. September nervig dort, wie es jetzt ist, mag ich mir ehrlich nicht vorstellen. Je nachdem welche Airline man hat, gibt es noch zusätzliche Probleme. Wir flogen damals mit Air NewZealand, die aber schon auf der Rückreise eine Staralliance mit Lufthansa hatten. Lufthansa – Langstrecke – Holzklasse – never ever! Für mich der Alptraum schlechthin nach über 30 Stunden Reisezeit. Ich war kurz vorm Amoklauf! Die Strecke über Dubai – Australien hat eine ungünstige Aufteilung. Zuerst sitzt man 6 Stunden im Flieger, hat dann ein paar Stunden Aufenthalt in Dubai, wechselt den Flieger und hat noch den allergrößten Teil des Fluges vor sich, nämlich mit dem nächsten Zwischenstop in Australien ca. 19 h insgesamt. Das ist eindeutig zu lang! Das ist über USA schon besser, weil man beim ersten Zwischenstop quasi schon die Hälfte der Reise hinter sich gebracht hat. Auf der Rückreise über Dubai haben wir ja einen Stopover eingelegt, was psychologisch klasse war. Der schlimmste Teil der Reise hat man hinter sich, die restlichen 6 h schafft man nach zwei Tagen Pause locker! Aber wir hatten nicht mit dem Jetlag der Tochter in Dubai gerechnet. Der nächste Stopover würde in einem schicken Hotel mit Pool geplant ohne große Ausflüge. Einfach zum Entspannen! Das Kind schlief nämlich die meiste Zeit und so war nur wenig Zeit fürs Sightseeing.
    Von fast allen Leuten, die wir trafen und die die Singaporestrecke geflogen sind, waren ausnahmslos alle zufrieden! LG Frau Zausel

    • Danke, Frau Zausel, für den ausführlichen Bericht. Diese Eindrücke scheinen ja sehr… eindrucksvoll gewesen zu sein 😉
      Ich notiere also eine Stimme pro Singapur und Stopover und eine contra Dubai. Zu meinem Erfahrungsschatz gehört: einmal ohne Stopover, dafür aber mit acht Stunden Aufenthalt in Seoul (Incheon ist ein sehr schöner Flughafen!) und dann nochmal zwei Stunden in Sydney (auch ganz nett). Würde ich mit Kindern machen, aber ohne in Jubel auszubrechen. Das zweite Mal mit und ohne Stopover (dann wieder acht Stunden Aufenthalt) in Tokyo – ebenfalls erträglich und mit dem Bonus des „Das macht sonst fast keiner so“.
      Die Lufthansa kann ich nach Vergleichserfahrungen mit Air New Zealand und Air Asiana, was den Komfort angeht, sehr empfehlen. Es fehlte lediglich am Entertainment-Programm und an der Herzlichkeit des Personals – das können die Kiwis einfach besser.
      Womit Frau Zausel definitiv Recht hat: Mit Kindern sollte der Stopover, wenn er nicht länger als zwei Tage ist, wirklich vorrangig zur Erholung genutzt werden. Das Potenzial unseres Japan-Superkurztrips hat unter den kaum ausgeruhten und kulturell überforderten Kindern schwer gelitten…
      Schön wäre es, wenn sich andere Blogleser mit eigenen Erfahrungen aus den USA mal melden würden – ist die Einreiseprozedur wirklich so furchtbar oder ist das vielleicht nur ein neuer „urban myth“?

    • Zu den Airlines kann ich noch was beitragen. Der erste Flug nach Neuseeland machten wir mit Air New Zealand, der war traumhaft, weil die Maschine das letzte Mal von Frankfurt aus flog. Die Stimmung unter dem Personal war prima, zum Abschied machte die Crew kurz vorm Einsteigen noch einen Haka. Dadurch, dass die Maschine nur halb besetzt war, konnten wir uns auf die freien Bänke aufteilen und quasi im Liegen fliegen. 😉 Das Personal war so freundlich und man bekam ständig Getränke gereicht. Auch der Sitzkomfort war prima, man hatte viel Beinfreiheit.
      In der Lufthansa Maschine auf dem Rückflug saßen wir die Ölsardinen. Ehrlich, ich war in noch keinem Flieger so eingequetscht wie in dieser Maschine und ich bin nur 1,63 m! Letztes Jahr flogen wir ja beide Strecken mit Emirate. Vom Komfort, Service, Enternainment der absolute Hammer. Fliegt man mit Kindern, sollte man Platz im Handgepäck und im Koffer einplanen, denn bei jedem Maschinenwechsel gibt Unmengen an Geschenke! Wir hatten ja 3 Wechsel pro Flug! 😉 Allerdings klatschen sie die Flieger bis an die Oberkante voll. Nicht ein Sitz blieb frei und obwohl Emirate zu den Airlines gehört, die angeblich eine große Beinfreiheit haben, hielt sich unsere Begeisterung diesbezüglich in Grenzen. Vor allem, wenn man einen Sitz hat unter dem die Box für die Fernseher sitzt. Die strahlt eine Hitze aus, so dass meine Beine trotz Stützstrümpfe ziemlich dick wurden. Während mir in allen anderen Flieger immer zu kalt war, bei Emirate habe ich geschwitzt. LG Frau Zausel

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