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Neuseeland Reiseführer, Apps & Co.: immer gut informiert

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Was sind die besten Informationsquellen für Neuseeland-Reisende? Klar ist der Sinn des Reisens das Selbst-Entdecken des besuchten Landes. Wer den Tipps der Neuseeland Reiseführer hinterherhetzt, erlebt nicht viel eigenes. Aber sich an Empfehlungen anderer zu orientieren, hat ja oft auch einen praktischen Nutzen. Wir sagen euch, welche Info-Quellen für Neuseeland wir sinnvoll finden – und warum.

[Achtung, dieser Beitrag enthält Affiliate Links zu Amazon.de!]

Reiseführer Neuseeland

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Blogparade „Die wichtigsten Info-Quellen für Reisende„. Dort findet ihr auch die Beiträge anderer Reiseblogger, die sich Gedanken zum Thema Reiseplanung und Reiseführer gemacht haben. Interessant finde ich vor allem den Beitrag von Ellen aka Patotra, die ebenfalls mit drei Kindern um die Welt reist.

Eines vorab: Wir lieben die klassischen Reiseführer aus Papier. Den Ballast, den sie in puncto Gepäck darstellen, nehmen wir gern in Kauf. Nennt uns altmodisch, aber die Faszination des Ebook-Reiseführers hat sich uns noch nicht erschlossen.

Vielleicht einfach, weil wir als Eltern „gebrannte Kinder“ sind und immer wieder unsere Smartphones und das Tablet mit leergespielten Akkus aus dem Kinderzimmer retten müssen? Ich mag es außerdem, wenigstens im Urlaub mal nicht ständig auf ein Display zu schauen und abends nach Steckdosen für multiple stromhungrige Devices suchen zu müssen.

Neuseeland-Bücher im Hause Weltwunderer

Schon lange vor einer geplanten Reise sammeln sich im Hause Weltwunderer Reiseführer, Landkarten (manchmal auch Bilderbücher, Kochbücher und Sprachlehrgänge), in denen wir ausgiebig schmökern. Vorfreude, schönste Freude eben.

Während die Kinder einen generellen Eindruck von unserem Reiseziel bekommen sollen (und dafür gern und ausgiebig mit Lesematerial versorgt werden), nutze ich selbst die Vorbereitungslektüre gezielt, um unsere Neuseeland-Reiseroute aufzustellen.

(Disclaimer: Ich spreche hier ganz bewusst nur von mir, weil der Weltwundermann es vorzieht, blauäugig ergebnisoffen an unsere Reisen heranzugehen. Mit anderen Worten: Ich reiseführe, er reisefolgt. Find ich prima, denn das ist die einzige Zeit im Jahr, wo er brav meinen Anweisungen gehorcht.)

Reiseführer Neuseeland

Die besten Neuseeland-Reiseführer

Lonely Planet Neuseeland: We like :-)

Für die Reiserouten-Planung durch ein unbekanntes Land finde ich die Vorschläge des Lonely Planet Neuseeland* in der Regel sehr praktisch. Dort gibt es immer für jeweils eine, zwei und noch mehr Wochen Reisezeit verschiedene Routenvorschläge.

Auch wenn mir klar ist, dass ich an den vorgestellten Orten in Neuseeland wohl nicht allein sein werde: Mir kommt kein anderer Verlag ins Haus, jedenfalls nicht für den Hauptteil der Vorbereitung. Ich mag die nachvollziehbare Aufteilung, die (fast immer) guten Karten, die vielen Adressen, die genaue Beschreibung der Verkehrsmittel, die lockere Schreibe und meistens auch die Auswahl der beschriebenen „Attraktionen“ – nicht zu viel Kultur und Kunst, nicht zu viel Party und hin und wieder auch mal ein Tipp für Eltern.

Andere Reiseführer gehen automatisch davon aus, dass man in teuren Hotels wohnen möchte oder dass man seine Unterkunft bereits vorgebucht hat; die Lonely-Planet-Redaktion kennt uns und weiß, dass wir a) sparen wollen und b) gern spontan reisen. Und er hat Humor – zumindest in der englischen Ausgabe!

Apropos: Ich kaufe immer die englische Version*, also den Lonely Planet New Zealand. Der ist nämlich etwas günstiger, es gibt ihn auch als Ebook und kapitelweise, und logischerweise ist er auch aktueller.

Die oft sehr lesenswerten Abschnitte zu Landeskunde, Geschichte etc. lese ich natürlich auch – aber die hebe ich mir meistens für die Reise auf, sollte doch einmal Zeit für ungestörtes Lesen sein. Meine Familie erfreue ich dann im Flugzeug oder im Campervan mit meinen neuesten Erkenntnissen.

Habe ich einen ersten Eindruck davon bekommen, was in der uns zur Verfügung stehenden Zeit an Strecke machbar ist, lese ich die entsprechenden Kapitel im Lonely Planet Neuseeland und versehe alles, was mich interessiert, mit bunten Stickern.

Weil der Lonely Planet New Zealand aber nicht immer genau unseren Geschmack trifft, recherchiere ich noch bei weiteren Quellen, wenn ich interessante Spots finde. Zu oft ist es uns schon passiert, dass wir mit leeren Gesichtern vor einer Attraktion standen, die im Lonely Planet als veritabler Höhepunkt gepriesen wurde (-> zum Beispiel hier).

Und gerade als Familie mit kleinen Kindern suchen wir auch Dinge, die der Lonely Planet Neuseeland nicht verzeichnet: speziell kinderfreundliche Cafés, Campsites mit Streichelzoos, riesengroße Spielplätze etc.

Stefan Loose Neuseeland: sehr sparsam

Nach Angaben von Wikipedia arbeitet dieser Verlag eng mit Lonely Planet zusammen. Also gehe ich davon aus, dass ihr im Stefan Loose Neuseeland Reiseführer* nahezu dieselben Informationen finden werdet.

Dazu kommt allerdings ein sehr puritanisches Layout mit ziemlich kleiner Schrift, was ich recht anstrengend finde. Leser bemängeln außerdem, dass es keine Angaben zu Campingplätzen gibt und kaum Wanderwege vorgestellt werden.

DuMont Neuseeland: gute Einführung ins Land

Mein sehr geschätzter Kollege Hans Klüche hält den DuMont Neuseeland Reiseführer* seit Jahren auf einem bewundernswert aktuellen Stand. Hier steht alles drin, was man als Neuseeland-Anfänger für die erste Reise wissen muss – und zwar so klug ausgewählt, dass man nicht wie ein Touristen-Schaf zusammen mit den chinesischen Reisegruppen und den Marco-Polo-Lesern durchs Land stolpern wird.

Ich mag am DuMont Neuseeland vor allem den angenehm lesbaren, sehr persönlichen Stil von Hans; der auch gern Anekdoten von seinen eigenen Erlebnissen und Tipps für Lieblingsrestaurants einstreut. Im Unterschied zum Lonely Planet Neuseeland gibt es hier auch zwischendrin schöne Fotos und man bekommt eher einen Eindruck davon, was man erwarten kann – sage ich mal ganz subjektiv. Auch mehrere Routenvorschläge gibt es, und zwar sehr detaillierte.

Warum ich trotzdem den Lonely Planet vorziehe? Sagen wir mal so: Wenn ich den DuMont lese, fühle ich mich automatisch ein wenig gesetzter und älter; offenbar sind die Zielgruppe eher ältere Semester, die schon wieder ohne Kinder durch Neuseeland reisen.

Baedeker Smart Neuseeland: kurz und schmerzlos

Ihr wollt in zehn Tagen mal schnell durch Neuseeland switchen und habt kaum Zeit, euch vorzubereiten? Ihr bereist Neuseeland als Reisegruppe mit einem Guide, der euch alles zeigt und erklärt? Ihr habt keine Lust, 25 Euro für einen Neuseeland-Reiseführer auszugeben (etwa so viel kostet nämlich jeder „dicke“ Reiseführer)?

Dann ist der Baedeker Smart Neuseeland* eine gute Wahl. Die Büchlein sind schmal, aber sehr fotolastig gestaltet, so dass man einen guten Eindruck im Vorhinein und Lust auf das Land bekommt. Mit Detailkarten, Infos zu Reiserouten etc. hält er sich nicht auf.

Statt Hilfe bei der individuellen Reiseplanung nimmt euch der Baedeker Smart an die Hand und führt euch an die wichtigsten Stellen – deutlich markiert durch Highlight-Sternchen und „Nicht verpassen!“-Ermahnungen. Am interessantesten sind die durchgeplanten „Mein Tag“-Abschnitte an sechs ausgewählten Stationen, die dann auch mal abseits der gängigen Touristen-Routen führen (liegt daran, dass ich es war, die sie ausgewählt hat…).

Für „ernsthafte“ Neuseeland-Reisen, auf denen man sich Zeit nehmen und das Land entdecken will, halte ich den Baedeker Smart aber – sorry – für komplett ungeeignet.

-> Der Baedeker Smart Neuseeland ist gerade (von mir!) komplett überarbeitet und neu konzipiert worden und erscheint im März 2019.

Marco Polo Neuseeland Reiseführer: wenige Seiten für wenig Geld

Der Marco Polo Neuseeland*, ein ebenso schmales Bändchen mit Basis-Informationen, stammt von denselben Autoren wie der Baedeker Smart.

Auch er wurde aber im Jahr 2018 gründlich aktualisiert und überarbeitet, von einer guten Freundin, für deren Fachkenntnis in Sachen Neuseeland ich meine Hand ins Feuer lege – also ist die Neuauflage vielleicht doch keine ganz schlechte Idee, wenn ihr nur ein paar grobe Tipps für eure Reise sucht und nicht zu viel Buch mitschleppen wollt.

Reise Know how Neuseeland: solide Informationen

Auch dieser Reiseführer ist EIGENTLICH richtig gut; er wurde von Kaja Schäfer geschrieben, die seit einigen Jahren in Wellington lebt und sich mit der Recherche unglaubliche Mühe gegeben hat. Ich finde die Beschreibungen gut und fundiert, wenn auch etwas knapp (das ist bei allen Reiseführern in dieser Reihe zu beklagen).

Kaja ist sehr aktiv und hat in den Reise Know-how Neuseeland* viele persönliche Tipps für Walks und Unternehmen eingestreut. Tipps für reisende Familien mit Kindern findet man eher nicht, dafür gibt es – lobenswert! – relativ ausführliche Infos für Reisende, die in Neuseeland selbst fahren und dazu ein Auto oder Wohnmobil mieten oder kaufen wollen.

Reiseführer für „spezielle Bedürfnisse“

Geheimtipps und einzelne Destinationen

Wer schon mehr als einmal in Neuseeland war, der kennt die gängigen Spots und Sehenswürdigkeiten. Genau für solche Neuseeland-Liebhaber habe ich meine beiden Reiseführer Neuseeland abseits der ausgetretenen Pfade geschrieben. Hier findet ihr jeweils 50 Tipps, getrennt für Nord- und Südinsel, im handlichen Pocket-Format.

Wer gut englisch kann und Lust auf echte Abenteuer hat, dem möchte ich außerdem das sehr coole NZ Frenzy von Scott Cook ans Herz legen. Seine Tipps zu ungewöhnlichen Attraktionen, abgelegenen Stränden, gefährlichen Höhlen und Walks, auf denen man auch heute noch keinen Menschen trifft, sind der absolute Wahnsinn (wenn auch nicht immer familientauglich).

Die Bücher, ebenfalls getrennt nach Nord- und Südinsel, kann man  in der 3. Auflage (2016) für je 19.95 US$ auf Amazon.com kaufen – oder auf der eigenen Website www.nzfrenzy.com für je 12 US$ als PDF-Dateien downloaden.

Kaum ein Neuseeland-Reisender verbringt (leider!) mehr als ein paar wenige Tage in einer der Städte Neuseelands. Braucht man also wirklich einen eigenen Reiseführer für Auckland, Christchurch oder Wellington? Momentan gibt es tatsächlich nur einen einzigen, aber den hat meine geschätzte Kollegin Anja Schönborn geschrieben, die lange in Wellington gelebt hat.

Wenn ihr also das Glück habt, die Hauptstadt Neuseelands für längere Zeit besuchen zu können, dann ist der CityTrip Wellington von Reise Know-how sicherlich sinnvoll. (Die Auckland Reiseführer von Lonely Planet sind von 2000 bzw. 2006, werden also offenbar nicht mehr aktualisiert.)

Wandern und Radfahren: Neuseeland live ComboBOOK

Wie wir zu unserer eigenen Zerknirschung erkennen mussten, sind wir Weltwunderer weder ordentliche Wanderer noch Radfahrer. Alles, was über entspannte 5 km zu Fuß hinausgeht, müssen wir uns hart erkämpfen und tun es entsprechend selten. Auch Radtouren machen wir höchstens zu Hause mal, jedenfalls bisher.

Wenn ihr aber fitter, aktiver und mutiger seid als wir, dann legen wir euch das Neuseeland live ComboBOOK ans Herz, das mit einem sehr ungewöhnlichen Ansatz arbeitet: Die hier vorgestellten Walks und Unternehmungen sind von ganz normalen Menschen geschrieben worden, die zufällig gern in Neuseeland wandern und radfahren. So ist für frischen Wind und ungewöhnliche Ideen gesorgt. Dazu kommt eine wirklich coole Combo (daher der Name) aus Ebook und App, so dass ihr den Papier-Reiseführer gar nicht in Neuseeland herumschleppen müsst.

-> Hier stellen wir das Neuseeland live ComboBook ausführlich vor, und hier könnt ihr die etwas schmalere Neuauflage Neuseeland live: Wandern und Fahrradfahren* kaufen.

Von Lonely Planet gibt es auch einige Spezial-Auskopplungen wie Hiking & Tramping in New Zealand* sowie Cycling New Zealand. Die halte ich für Geldverschwendung; es handelt sich um Auskopplungen aus dem Haupt-Reiseführer, die kaum Mehrwert bringen, wenn man den bereits hat. Speziell im Wander-Reiseführer Neuseeland sind eigentlich nur die neun Great Walks vorgestellt.

ComboBOOK Neuseeland live

Buch, Ebook und App – ein stattliches Paket

Location Guides

Als Herr-der-Ringe-Fans der ersten Stunde stand unsere Neuseeland-Reise natürlich auch unter dem Zeichen der Drehort-Suche. Da wir nicht gewillt waren, teures Geld für geführte Touren auszugeben, besorgten wir uns das Lord of the Rings Location Book* von Ian Brodie. Dieses schmale Büchlein steckt proppevoll mit Informationen zum Filmdreh und zu den Locations, auch GPS-Daten sind enthalten. Daumen hoch!

Inzwischen gibt es auch den Hobbit Location Guide*, den ihr in der aktuellen Auflage aber nicht bei Amazon.de bekommt; wir haben unseren direkt im Shop am Hobbiton Movie Set gekauft.

Reisen mit Kindern

So gut und umfassend der Lonely Planet auch sein mag, die Zielgruppe Familien vernachlässigt er – wie alle anderen Reiseführer auch. Hier haben wir vor unserer Reise 2011 eine tolle Entdeckung gemacht: den speziell für Familien mit Kindern geschriebenen Ratgeber „Where shall we take the kids?“ von Gaye Miller. Leider wurde dieses echt gute Buch seit seinem Erscheinen 2008 nicht mehr neu aufgelegt und ist derzeit vergriffen.

> Ihr könnt es bei uns leihen, schreibt uns einfach eine E-Mail!

Was ihr ansonsten über das Reisen mit Kindern in Neuseeland wissen müsst, haben wir in unserem eigenen Ebook aufgeschrieben: Reisevorbereitung Neuseeland hilft euch bei genau dieser. Über einen richtigen Neuseeland Reiseführer für Familien denken wir seit Jahren nach…

Wohnmobil-Reisen durch Neuseeland

Natürlich darf auch das Thema Wohnmobil nicht unerwähnt bleiben: Hätte es damals, als wir vor der zweiten Wohnmobilreise unseres Lebens standen, einen so tollen Ratgeber wie Als Dach der Sternenhimmel – Camping in Neuseeland* gegeben, dann hätten wir den gekauft. So mussten wir ihn halt selbst schreiben :-)

Weltwunderer Als Dach der Sternenhimmel

Während in unserem Ratgeber die Tipps rund ums Wohnmobil-Mieten, -Kaufen und -Fahren im Vordergrund stehen, findet man in Band 93 und 94 der WOMO-REIHE* detaillierte Routenvorschläge für Nord- und Südinsel. So spannend das auf den ersten Blick klingt – ich bin nicht warm geworden mit den beiden Büchern.

Die beiden Autoren geben sich unglaubliche Mühe, so viele Informationen wie möglich zusammenzutragen. Zwischen Kästen für Womo-Wanderplätze, Womo-Stellplätze und Womo-Campingplätze, dazwischen noch Womo-Badeplätze, fühlte ich mich ziemlich verwirrt. Dann sind da noch die extrem detaillierten (und etwas altbacken formulierten) Beschreibungen der der Ausflüge, die man zwischendurch machen kann – für mich zu viel des Guten.

Insgesamt habe ich das deutliche Gefühl, nicht die Zielgruppe dieses Wohnmobil-Reiseführers für Neuseeland zu sein; das sind nach meiner Einschätzung ältere Paare, die mit viel Zeit und definitiv ohne nörgelnde Kinder reisen. Ich hebe sie mir für die Rente auf! ;-)

Neuseeland Reiseführer 2.0: Reiseblogs und Reiseportale

Hier kommt das Internet ins Spiel. Für einen ersten Überblick über ein Reiseziel eignet sich Wikitravel, aber wir sind ja dank Lonely Planet Neuseeland schon gut belesen und suchen eher persönliche Eindrücke und Geheimtipps. Willkommen in der Welt der Reiseblogs!

Der klassische Reiseblogger stellt Destinationen vor und berichtet darüber in Essays mit schönen Fotos. Informationen statt Inspiration bieten dagegen die meisten Familienreiseblogs – wir Eltern haben offenbar das Bedürfnis, gelernte Lektionen und gesammelte Tipps an andere Familien weiterzugeben.

Ich mag Blogs, die von „echten“ Reisen berichten und nicht von gesponserten Trips, auf denen alles bezahlt wurde (und wenn, dann sollte das bitte erwähnt werden). Als Familie mit dem Reiseziel Neuseeland ist es allerdings nicht immer einfach, Erfahrungen anderer Eltern im Netz zu finden.

TripAdvisor wird von Reiseprofis häufig empfohlen, ich habe dort bisher nie nachgeschaut – alles wirkt so unübersichtlich, die Bewertungen sind schlecht übersetzt und mitunter auch unglaubwürdig. Außerdem fehlen mir Preisangaben und andere Details. Wenn ich schon auf Empfehlungen von Unbekannten höre, dann möchte ich wenigstens wissen, was das für Menschen sind – womit wir wieder bei den Reisebloggern wären.

Update: TripAdvisor hat sich gerade komplett neu erfunden und präsentiert sich wesentlich übersichtlicher. Auch Reiseblogs können dort nun Empfehlungen posten -> schaut mal bei uns vorbei!

Zum Thema Neuseeland für Familien empfiehlt sich natürlich vor allem der Weltwunderer-Blog :-) Unsere Lieblingsblogs wiederum findet ihr in der Blogroll (für Leser am PC: ganz unten auf dem Bildschirm) und in diesem Beitrag. Durchklicken lohnt sich!

 Praktische Begleiter: Straßenkarten

Ein Navi bzw. Smartphone mit Google Maps ist gut und schön, aber in einem Land, wo einige Teile immer noch ohne Funknetz-Abdeckung sind, nicht immer praktisch.

Die gute alte Straßenkarte hat uns in zwei Monaten on the road gute Dienste geleistet und dient auch Jahre später noch zum schnellen Nachschlagen oder einfach zum Nachträumen. Unser Tipp: der große, dicke New Zealand Touring Atlas* von Hema mit praktischer Spiralbindung, der nicht nur Campingplätze, sondern auch Dump Stations und Herr-der-Ringe-Drehorte verzeichnet.

Weltwunderer NZ Street Maps

Elektronische Helferlein: nützliche Websites und Apps

Das Internet ist für die Recherche von Informationen unterwegs heutzutage eine große Hilfe – wenn denn eine Verbindung mit akzeptabler Datenübertragungsrate besteht und diese in einem bezahlbaren Tarif genutzt werden kann. Oliver vom Weltreiseforum hat sehr ausführlich beschrieben, wie Datenroaming auf Reisen gehen kann.

Wir selbst waren 2011 noch in der digitalen Steinzeit in Neuseeland unterwegs und haben unsere Internetnutzung auf die WLAN-Quellen der Campingplätze beschränkt. 2018 kauften wir uns gleich am Flughafen eine SIM Card von Spark und genossen dann unbegrenztes WiFi (über die gute Netzabdeckung haben wir gestaunt!).

Sehr empfehlenswert ist die Website des Department of Conservation, kurz DOC – hier sind unglaublich viele familiengeeignete Wanderrouten und günstige Campsites aufgelistet und teilweise als PDF-Broschüren kostenlos herunterzuladen.

Für Neuseeland-Reisen gibt es außerdem ein paar wirklich praktische Apps. Über die TopoMaps mit sehr detaillierten und offline nutzbaren Wanderkarten haben wir schon ausführlich berichtet; eine Bewertung der CamperMate-App steht noch aus. Wir legen sie euch trotzdem sehr ans Herz, zumal sie kostenlos ist.

-> Noch mehr nützliche Apps listen wir in diesem Beitrag mit Link-Tipps zur Reisebuchung auf!

ComboBOOK Neuseeland live

Die App des Neuseeland Live ComboBOOK bietet einen wahren Schatz an Informationen

Weitere Möglichkeiten, das Internet und vor allem Social Media für die Reiseplanung zu nutzen, stellt der Pixelschmitt in seinem Beitrag zur Blogparade vor – nicht unser Geschmack, aber vielleicht eurer?

… und natürlich: Hilfe vor Ort!

Unterwegs in Neuseeland lernt man unweigerlich viele nette Leute kennen; andere Reisende und auch viele Kiwis. Deren Herzensanliegen scheint es oft zu sein, Touristen glücklich zu machen. So viele Hinweise auf Sehenswertes gleich um die Ecke, Tipps zu kinderfreundlichen Aktivitäten und Sparmöglichkeiten sowie Einladungen zum BBQ, Eis oder Feuerwerk haben wir noch nie auf einer Reise bekommen.

Die freundliche Nachbarschaftshilfe erstreckt sich in Neuseeland sogar in den professionellen Bereich: In den Tourist-Informationen namens i-SITE bekommt man individuelle Ratschläge und Tipps, wenn man welche braucht. Wollt ihr also mit euren Kindern spontan eine Wanderung machen, haltet euch nicht mit dem Reiseführer oder irgendwelchen Routen-Apps auf – geht in die i-SITE oder ins örtliche Büro des DOC und beschreibt eure Wünsche. Da werdet ihr garantiert geholfen ;-)

Fazit: Gründliche Vorbereitung ist meines Erachtens immer gut, weil sie Zeit, Geld und Nerven spart. Allzu sehr solltet ihr euch aber nicht verplanen – gerade in Neuseeland zahlt es sich aus, wenn man spontan bleiben kann und Tipps von Einheimischen folgt.

Weltwunderer bei der fleißigen Recherche vor Ort

Weltwunderer bei der fleißigen Recherche vor Ort

7 Kommentare

  • Hallo Jenny,

    sehr gute Einstellung zu den Reiseführern. Ich bin der gleichen Meinung, dass Lonely Planet die besten Reiseführer zur Planung einer Reise rausgibt. Ich selbst habe den USA Reiseführer von Lonely Planet für die Planung von zwei Reisen in die USA herangezogen und war mehr als zufrieden :)

  • Hallo Jenny,

    danke für Deine interessanten Tipps und Links.
    Meine Art der Reisevorbereitung ist vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar. Aber bisher habe ich mit diesen Quellen schon viele interessante Sachen entdeckt: Leckeres Essen, nette Viertel und viele tolle Fotospots.

    Bisher ist Neuseeland in meinem Blog noch bissl unterrepräsentiert. Aber ich glaube, das werde ich in den nächsten Monaten mal ändern und ein paar Geschichten auspacken. Ich war 2008/2009 während meines Sabbaticals für sechs Wochen u.a. in NZ und hab da noch einige Bilder auf der Festplatte.

    Viele liebe Grüße
    Thomas pixelschmitt

    • Hallo Thomas! Wir sind gespannt, welche Spots du in NZ mit deiner „elektronischen Reisevorbereitung“ entdeckt hast :-)

  • Wir sind jüngst mit zwei Reiseführern unterwegs gewesen, die sich beide gut ergänzt haben: Neuseeland von Iwanowski und von Dumont. Sehr zufrieden war ich mit der Freytag Berndt Autokarte, Neuseeland – Maßstab 1:700.000. Wir haben uns super damit zurecht gefunden und alle Ziele erreicht. Nahezu als Vollausfall entpuppte sich die App „navmii“, die kaum eine der eingegebenen Adressen kannte bzw. fand.

  • Hallo Jenny,

    super, dass du es noch geschafft hast. Ich glaube, du warst die erste Person, die einen Beitrag angekündigt hat und vermutlich eine der letzten, die ihn geschrieben hat. Immerhin: Das Warten hat sich gelohnt… :)

    Schade, dass es das Familienbuch für Neuseelandreisen nicht mehr gibt. Aber das wäre ja vielleicht eine Chance für Dich, ein Nachfolgewerk zu schreiben zu „Als Dach der Sternenhimmel“.

    Vielen Dank auf für die Verlinkung des Forums (falls du zufällig was änderst, könntest du dann auch die Session-ID im Link rausnehmen? :)). Es stimmt leider, dass im Neuseelandbereich vom Traveltalk nicht so viel los ist. Allerdings habe ich den Eindruck, dass Foren heute ohnehin nicht mehr viel besucht werden wie noch vor ein paar Jahren.

    Gruss,
    Oli

  • Liebe Weltwunderer!
    Ich freue mich sehr, dass mein Beitrag in Eurem tollen Artikel Erwähnung findet!
    Sollte ich mal eine Reise nach Neuseeland planen – man weiss ja nie, was mir einfällt – dann freue ich mich sehr auf Euch Spezialisten zurückgreifen zu können;-)
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Ellen

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