Where to go in NZ

Geheimnisvolle Koutu Boulders

Die Maori glauben, dass es Reste von Kürbissen und Kumaras sind, die aus dem Kanu Arai te Uru fielen, das ihre Vorfahren von Hawaiki auf die Südinsel Neuseelands brachte; das versteinerte Wrack erkennen sie in den Klippen am Shag Point, südlich von Moeraki.

Die Europäer, denen die steinernen Kugeln am Strand von Koekohe ebenfalls zeitig auffielen, erklärten sich ihren Ursprung als Kalkkonkretionen, die sich vor fünf Millionen Jahren (!) um einen organischen Kern, also ein Fossil, bildeten. Bei dessen Zersetzung schieden sich um es herum immer mehr Karbonate ab, die in kalkhaltigen Gesteinsschichten zu immer größeren Sphären wurden. Als der Lehm trocknete, bildeten sich Risse, in denen sich Minerale wie Calcit oder Quarz abschieden. Wer einen Stopp im ausgezeichneten Otago Museum in Dunedin einlegt, kann dort genau nachsehen, wie das funktioniert.

Obwohl immer wieder welche zerfallen und angeblich von Souvenirsammlern entwendet werden (doch wohl aber nur die kleinsten von ihnen?!), löst das wilde Meer immer wieder neue Kugeln aus dem Siltstein der Küste heraus.

Moeraki Boulder shattered

Moeraki Boulders – Touristenattraktion

Wir sprechen von den jedem Neuseelandreisenden bekannten Moeraki Boulders; einer mystischen Sammlung großer grauer Steinkugeln, die in malerischen Grüppchen zwischen Moeraki und Hampden vom Pazifik umspült und von Touristen belagert werden. Kein Kalender kommt ohne ein Motiv der Moeraki Boulders aus, und auch die Weltwunderer haben natürlich (gemeinsam mit vielen anderen Reisenden…) dort gestoppt.

Koekohe Beach Moeraki

Katiki Boulders – Dinosaurier-Eier

Weniger bekannt ist, dass man diese geheimnisvollen Kugeln auch an vielen anderen Stellen findet – nicht nur in Neuseeland, sondern auf der ganzen Welt. Die Katiki Boulders, ein paar Kilometer südlich von den Moeraki Boulders, sind zwar wesentlich kleiner als ihre berühmten Nachbarn und nur bei Ebbe erreichbar; dafür wurden im Inneren dieser Kugeln Knochen von Mosa- und Plesiosauriern gefunden, weshalb sie nun touristisch clever als „Dinosaurier-Eier“ vermarktet werden (allerdings nicht clever genug, denn wir sind nichtsahnend an ihnen vorbeigefahren).

Koutu Boulders – Riesenkugeln

Wer auf der Nordinsel Neuseelands unterwegs ist, genauer: am südlichen Rand des Hokianga Harbour im Far North, der kann dort ebenfalls geheimnisvolle Steinkugeln entdecken; mit dem Bonus, dass diese hier touristisch noch kaum bekannt sind; sie stehen in keinem Reiseführer und sind eine echte „off the beaten track“-Attraktion!

Die Koutu Boulders, mit bis zu fünf Metern Durchmesser wesentlich größer als ihre Vettern in Moeraki, liegen zwischen Koutu Point und Kauwhare Point am Strand, in den Klippen und (dann allerdings unterirdisch) weiter landeinwärts.

Koutu Boulders am Hokianga Harbour

(Ein weiteres Geheimnis: Auch hier heißt eine Landzunge Arai-te-Uru, nur dass diese nicht mit dem tragisch gekenterten Waka in Verbindung gebracht, sondern als mystisches Seeungeheuer überliefert wird. Wer mich diesbezüglich aufklären kann: bitte!)

How to get there?

Von Opononi aus fährt man ungefähr sechs Kilometer in Richtung Kaikohe und biegt dort links auf die Koutu Loop Road ab. Aus nördlicher Richtung gelangt man zur Koutu Loop Road etwa zehn Kilometer nach dem Abzweig nach Rawene im Örtchen Whirinaki, wo die Straße am Fuß eines Hügels rechts abbiegt.

Auf der Koutu Loop Road fährt man durch den Ort Koutu und auf Gravel noch einen Kilometer weiter, bis links die Waione Road abzweigt. Auf dieser fährt man noch ungefähr 100 Meter an einigen Bäumen vorbei und parkt dann. Von hier aus kann man zum Strand gehen und an der Küstenlinie entlang rechterhand die immer größer werdenden Koutu Boulders bewundern. Am einfachsten geht es während der zwei Stunden bei Ebbe, aber auch sonst ist es prinzipiell möglich, mit ein wenig Kraxeln zu den Boulders zu gelangen.

Es gibt noch eine zweite Zugangsmöglichkeit, wo man zwar weniger, aber dafür noch größere Exemplare der Steinkugeln finden soll: Wo sich die Waione Road gabelt, kann man den rechten Abzweig nehmen und auf der Cabbage Tree Bay Road ungefähr 750 Meter fast bis zum Ende fahren. Gleich nach der Einfahrt zur Hausnummer 76 soll ein kleiner Parkplatz am rechten Straßenrand sein, von dem ein steiler Pfad nach links zum Strand hinabführt. Dort erreicht man nach einer reichlichen halben Stunde Marsch zur rechten Seite die größten der Koutu Boulders.

Im Opononi Beach Holiday Park oder in der i-Site des Örtchens ist man euch sicher gern behilflich. Zur Vorsicht mahnt Anita (die uns freundlicherweise auch die Fotos von den Koutu Boulders zur Verfügung stellt – danke!!): Da die Boulders nur bei richtiger Ebbe vollständig trocken liegen, sind sie unten herum teilweise stark mit Muscheln bewachsen, an denen man sich recht schnell die unbeschuhten Füße aufschneidet. Zieht den Kids also lieber feste Sandalen an!

Koutu Boulders

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