Packtipps

Packtipps: Platz und Gewicht sparen

Da sich das Thema Packen offenbar großer Beliebtheit erfreut, erzählen wir heute noch ein bisschen mehr dazu. Im Teil 2 der Packtipps wurde vor allem die Art und Weise des Packens beleuchtet, in Teil 1 ging es speziell um das Wohnmobil-Packen. Heute geht es um den wichtigsten Streitpunkt für alle Rucksack- und Wohnmobilreisenden: Wer soll das alles tragen, bzw.: Wo soll das alles hin?

Bis zum Platzen vollgestopfte Taschen sind nicht nur doof zu tragen (arme Papas), sie gehen auch schnell kaputt (arme Taschen) und man findet nichts darin, weil man ständig alles aus- und einpacken muss (arme Mama). Im Wohnmobil und im Auto nehmen sie logischerweise kostbaren Platz weg (arme Kinder) und im Flugzeug kosten sie zu allem Überfluss auch noch einen saftigen Übergepäck-Aufschlag, wenn man nicht aufpasst (oder eine Miles-and-More-Karte hat, muhaha).         Tabus beim Packen sind daher Platzfresser und Schwergewichte, die man der Einfachheit halber schon auf der Packliste identifizieren und ausmerzen sollte. Viele Dinge können durch Alternativen ersetzt, vor Ort beschafft oder schlicht weggelassen werden.

Jeder einzupackende Gegenstand sollte mit den folgenden Checkpunkten kritisch beleuchtet werden:

  • Kann man das leihen? Schwere oder sperrige Dinge wie Autokindersitze, Reisebetten oder Skiausrüstungen kann man oft am Reiseziel ausleihen. Kinderfreundliche Hotels und Ferienwohnungen halten eine Grundausstattung kostenlos oder gegen geringe Gebühren bereit. In Neuseeland gibt es zum Beispiel das schöne Babyfachgeschäft „Baby on the move„, wo man Reisebetten, Kindertragen oder Buggys nicht nur kaufen, sondern auch leihen kann.
  • Kann man das vor Ort kaufen? Windeln, Babynahrung, Sonnencreme etc. sind fast überall auf der Welt zu finden; bei exotischeren Zielen lohnt sich allerdings eine Recherche.
  • Kann man das verkleinern? Duschbad und Shampoo kann man in kleinen Reisegrößen mitnehmen; eine Probiergröße reicht für zwei Wochen Urlaub aus. Medikamente nimmt man aus der sperrigen Pappschachtel heraus, auf den Blisterpackungen ist gut zu erkennen, welche Tabletten drin sind. Statt sperriger Bilderbücher kleine Pixibücher einpacken.
  • Kann man das reduzieren? Funktion geht im Urlaub vor Schönheit! Kleidung sollte so geplant werden, dass die einzelnen Stücke sinnvoll zu kombinieren sind (an kalten Tagen wird im Zwiebellook gegangen, verkleckerte Langarm-Shirts kann man unter saubere T-Shirts ziehen!), nach dem Waschen schnell trocknen und ähnliche Farben haben. Dann kann man im Urlaub einfach und schnell waschen (lassen) und muss maximal für fünf bis sieben Tage Kleidung mitnehmen. Reisewaschmittel und eine Wäscheleine erlauben auch im Hotel eine schnelle Handwäsche.
  • Kann man das wegwerfen? Spart auf der Hinreise keinen Platz, dafür aber auf dem Rückweg: Alte Sachen einpacken (Handtücher, Schlüpfer, Socken, T-Shirts), die man dann nicht wieder mit nach Hause nimmt. Neuseeland als Kleiderkammer sozusagen. Dann ist auch mehr Platz (und man hat eine Begründung!) für schicke neue T-Shirts aus dem Souvenirshop.
  • Kann man das weglassen? Brauchen wir wirklich das ganze Spielzeug? Die schicke Stoffhose? Das schwere Märchenbuch? Je weniger man mitnimmt, desto mehr kann man wieder mitbringen – Andenken, Muscheln, Spielzeug aus dem Urlaubsland…

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